Testreihen zu Verschlusstechniken der Hernienbildung und der medianen Laparotomie
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HERNIE heute beschreibt Versuchsreihen, die sich mit der Frage beschäftigten, welche Kombinationen aus Operationsverfahren, Verschlussmaterial und Operationstechnik bei Hernien-Operationen vorbeugend oder heilend sinnvoll sind – insbesondere unter dem Aspekt von Rezidiv und Komorbidität (zusätzliches Krankheitsbild oder Syndrom).
Die fehlende Untersuchung zyklischer Belastungen der Bauchwand hat Folgen: Handlungsempfehlungen sind vage, chronische Schmerzen und Narbenhernien sind häufig nach operativen Eingriffen (doi: 10.1007/s00761-021-01085-5). Dabei geht es auch anders: weniger als 1% nach 3 Jahren.
Oben gezeigter klinischer Behandlungspfad wurde vor kurzem veröffentlicht (doi: 10.1007/s10029-024-03064-2). Damit ist ein neuer Ansatz auch in der Vorbeugung von Narbenhernien möglich.
Wir laden Sie ein, an gemeinsamen Veranstaltungen mit der Selbsthilfe-Gruppe Hernie teilzuhaben.
ACHTUNG – Unten im Text gibt es Vor-Ort-Termine …
Die Stadt Heidelberg veranstaltet eine begehbare Ausstellung zu tragbaren Gesundheitsanwendungen (Weitere Informationen und das jeweils aktuelle Programm gibt es unter https://www.heidelberg.de/HD/Arbeiten+in+Heidelberg/living+lab+fuer+wearable+technologies.html ). Unsere Arbeitsgruppe als Teil der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg nutzt die Gelegenheit, auf mögliche Verbesserungen für unsere Patienten hinzuweisen.
Jedes Jahr verliert Deutschland ca. 35.000 Fachkräfte nach großen Operationen trotz Heilung der Grundkrankheit. Der Grund sind Schwächungen der Bauchwand, die eine Rückkehr in das gewohnte Leben verhindern. Diesen Patienten drohen Frührente und Altersarmut. Da die Hilfe bislang nicht ausreicht, hat sich eine Selbsthilfe-Gruppe Hernie gegründet.
Wir laden Sie ein, an gemeinsamen Veranstaltungen mit der Selbsthilfe-Gruppe Hernie teilzuhaben.
Vor Ort sind am Do., 20.06., Angela Engelhardt, Dirk Dombrowski, Nathalie Niewöhner
Do., 4. oder 18.07., 22. oder 29.8. oder 5.9. mit Nathalie Niewöhner
Do., 15.08., Nathalie Niewöhner – Simone Siegfried, die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, muss noch prüfen, in wie weit sie sich beruflich frei machen kann, würde aber grundsätzlich gerne kommen.
Jeweils 14 – 17.00 gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Bauchwand-Rekonstruktion des UKHD.
Wir möchten auf innovative operative und konservative Möglichkeiten hinweisen, die bislang nicht im Gesundheitssystem eingeführt sind. Bei Einführung könnten ca. 1,5 Mrd. an Folgekosten eingespart werden. Gemeinsam können wir für die Betroffenen und für unsere Sozialkassen einen Schritt in eine bessere Zukunft gehen.
Viele Zentren werben mit modernen OP-Verfahren. Doch was ist das genau? Ist es nur Werbung oder steckt mehr dahinter?
Viele geben an, einen Roboter zu benutzen. Aber ein Roboter ist nur ein Zugang zur Bauchhöhle – die OP-Verfahren sind althergebracht. Neuer Wein in alten Schläuchen.
Was ist tatsächlich modern? Ein Verfahren der letzten vier Jahre – die Nutzung des Bruchsackes als gestielte Peritoneal-Lappen beispielsweise. Oder die Berechnung des Netz-Defekt-Flächen-Verhältnisses (MDAR), erstmals publiziert 2016. In der Modifikation des GRIP-Konzeptes, erstmals 2018 veröffentlicht, stellt der MDAR tatsächlich einen Fortschritt dar. Wendet der Nutzer das GRIP-Konzept an, kommen die Patienten zurück in die Arbeitswelt, vermeiden chronische Schmerzen und Altersarmut und haben eine erstaunlich niedrige Rezidiv-Rate unter 1 % nach drei und fünf Jahren.
Häufig liest man oder frau im Netz Angaben, die nachdenklich stimmen:
Entschuldigungszettel – hätte mein Vater gesagt: In unseren Händen haben wir bislang auch bei höchst komplexen Bruchbildern unter 1 % Rezidiv und keinen chronischen Schmerz nach drei Jahren …
was soll also folgendes Zitat (TOP 1 bei der Google-Suche nach hernie-heute!!!!):
„Hernien-Operationen galten lange als banale Routine- und Ausbildungsoperationen. … Häufige Rückfälle und chronische Schmerzen gaben den Ausschlag für innovative Entwicklungen. …. 10 Prozent der Patienten müssen auch heute noch … mit einem Bruch-Rezidiv rechnen oder leiden an chronischen Schmerzen. Bei der Versorgung von Narbenhernien sind noch häufigere Komplikationen dokumentiert.“
Wir haben die 3-Jahres-Ergebnisse von 172 Patienten mit komplexen Hernien. Bei Umsetzung des klinischen Konzeptes gibt es kein Rezidiv und keinen chronischen Schmerz – alle Patienten unter 62 Jahren sind wieder berufstätig geworden.